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Montag, 10. August 2026

Future Art Podcast Folge 16: Guilty pleasure, Girls Scene und Gesundheit

Die heutige Sendung in der Reihe Future Future art podcast des Oe1 Campus Radio stellt die Frage:

Hast du einen guilty pleasure Song ? einen Künstler oder ein Genre? Wenn ja warum, und würdest du das zugeben?

Studentinnen der Vorlesung Berufsfeld Musikwissenschaft an der Universität Graz haben folgende Beiträge gestaltet: über Musiktherapie, Stimmen des Jazz, Guilty pleasure und Fade in the females.

Die heutige Sendung in der Reihe Future Art Podcast des Ö1 Campus Radio blickt in die gegenwärtigen Anwendungen und Zukunft der Musikbranche: von Musiktherapie über Stimmen des Jazz und Guilty Pleasure Songs bis hin zur weiblichen DJ-Szene in Graz. Sie hören als ersten Beitrag “Musiktherapie - eine Reportage: Lebenshilfe oder politische Agenda“. Musik kann beruhigen, motivieren – und manchmal sogar dabei helfen, seelische Belastungen zu verarbeiten. Genau damit beschäftigt sich die Musiktherapie, eine besondere Form der Psychotherapie. Zwischen Kunst und Therapie eröffnet Musik neue Wege – Wege, die berühren, oft dort, wo Worte nicht mehr ausreichen. Doch der Zugang zur Musiktherapie ist noch immer begrenzt, obwohl ihr Potenzial längst erkannt ist. Vielleicht stellt sich deshalb die Frage, ob sie künftig ein fester Bestandteil unseres Gesundheitssystems wird. Denn Musiktherapie ist mehr als ein ergänzendes Angebot – sie kann ein persönlicher Zugang zu Heilung sein. In einem größeren Zusammenhang gedacht, gehört auch Psychotherapie zunehmend zu einer Art innerer persönlichen Hygiene, so selbstverständlich wie körperliche Pflege. Musik könnte dabei eine Brücke schlagen – zwischen Emotion, Gesundheit und einem neuen Verständnis von Fürsorge.



 “Guilty Pleasure - Warum schämen wir uns für bestimmte Musik?” gewährt in Kurzinterviews einen Einblick in den Musikgeschmack der Menschen in Graz. Fast jede und jeder hat einen Song, den man heimlich gerne hört, aber vielleicht nicht offen zugibt. Ob Boybands, Schlager oder alte Popsongs: Manche Musik wird schnell als „peinlich“ abgestempelt. Die Antworten zeigen: Viele Menschen verbinden bestimmte Musik mit Scham oder Unsicherheit. Musikgeschmack scheint also nicht nur persönlich zu sein, sondern auch davon abzuhängen, wie andere darüber urteilen. Vielleicht sagt unser Musikgeschmack weniger darüber aus, wer wir sind – sondern mehr darüber, welche Erwartungen an uns gestellt werden.

“Stimmen des Jazz - Frauen zwischen Praxis und Wissenschaft”: Jazz gilt als frei und grenzenlos. Doch stimmt das wirklich – vor allem für Frauen?  In dieser Campus Radiosendung werfen treffen wir zwei Frauen aus der Grazer Jazzwelt, eine Jazzsängerin und eine Masterstudentin am Institut für Jazz & Popularmusikforschung an der Kunstuniversität Graz. Zwei Perspektiven und eine gemeinsame Erfahrung.”

Wir bleiben beim Thema geschlechtergerechte Repäsentation in der Musiszene im letzten Beitrag: die weibliche DJ-Szene in Graz. “Fade in the females” über die Riot-Grrrl-Bewegung vom Anfang der 90er-Jahre als feministische Gegenbewegung innerhalb der Punkszene. Mit Zines, Konzerten und politischen Aktionen machten die Riot Grrrls auf Sexismus und mangelnde Sichtbarkeit von Frauen und queeren Personen aufmerksam. An diese Haltung knüpft auch der Grrrls Kulturverein Graz an: Ziel des Vereins ist es, FLINTA*-Personen eine Bühne zu bieten und Nachwuchskünstler*innen zu fördern. Dafür gibt es ein vielfältiges Angebot, darunter eine Radiosendung auf Radio Helsinki, einen Chor, das Sterrrn-Festival sowie DJ-Workshops.

Future Art Podcast Folge 15 - Historische Musik neu gedacht


Im Rahmen der Lehrveranstaltung Berufsfeld Musikwisenschaft an der Universität Graz unter der Leitung von Irene Suchy haben Studierende diese Sendung gestaltet:

Unter dem Titel „Historische Musik“ neu gedacht wurde eine Reportage zum Neujahrskonzert eines niederösterreiochischen  Dilettantenorchesters, des symphonischen Orchesters Merkur in Eienr Neustadt produziert, ein Einblick in die Orgelszene in St Paul gegeben und schließlich nachgefragt: wie locken die Konzertveransttler junges Publikum in ihre Säle.

Die Studierenden fanden Antworten auf Fragen über Entstehung und Organisation des Neujahrskonzerts, über die Repertoire-Wahl, über die Mitwirkung von Profi-Tänzer:innen, den Erfolg beim Publikum und bei den Sponsoren, über die Vereinbarkeit von Privatleben mit dem Hobby Orchestermitgliedschaft, über neue Hörerfahrungen von alter Musik und über die befriedigende Präsentation, das Konzert am 1. Jänner.

Mit dem Besuch beim Organisten und Chorleiter in St. Paul im Lavanttal entstand ein Porträt eines Musik-begeisterten Klerikers, der seine Position für die Stärkung seiner Mission durch die Begeisterung fürs gemeinsame Singen und Spielen begleitet.

Klassische Musik gilt vielen als kulturelles Erbe, aber Konzerthäuser und Musikvereine verlieren an Aufmerksamkeit, Publikum und Nachwuchs. Vor allem die junge Generation ist immer schwerer erreichbar. Wie in der Branche mit diesem Problem umgegangen wird, davon handelt der dritte Beitrag “Volle Säle, leere Zukunft - die klassische Musikszene im Wandel”.